Gießen von Hohlfiguren mit einzelnen Formen
* einzelne Formen (für halbe Figuren)
* Schmelztiegel oder Temperiermaschine
* kleiner Spachtel
* dreieckiger Spachtel
* Kelle
* Gitter
* Papier
* warme Marmor- oder Edelstahlplatte (±35°C)
Die geschmolzene Schokolade temperieren.
Kontrollieren Sie, ob die Formen Zimmertemperatur haben und
erwärmen Sie sie anschließend ganz leicht (idealerweise auf 26 oder
27°C). Verhindern Sie, dass die Formen wärmer als die temperierte
Schokolade werden.
Die temperierte Schokolade in die Form gießen.
Mit der Rückseite des Spachtels behutsam auf die Ecken der Form klopfen, um eventuelle Luftbläschen aus der Schokolade zu schütteln, oder die Form mechanisch schütteln.
Die Schokolade durch kreisende Bewegungen in der Form so verteilen, dass eine gleichmäßig dicke Schokoladenschicht an den Seiten der Form entsteht.
Die überflüssige Schokolade aus der Form gießen.
Die Form auf dem Gitter einige Minuten abtropfen lassen (bis die tropfende Schokolade etwas aushärtet). Sie können die Formen auch auf Papier abtropfen lassen. In diesem Fall entsteht an den Ecken der Schokoladenhohlkugel (wo sie das Papier berührt) eine Verdickung, die die "Naht" der beiden Formhälften verstärkt, wenn Sie sie aneinander kleben.
Wenn Sie - vor allem bei großen Formen - feststellen, dass die Schokoladenhohlkugel noch zu dünn ist, wiederholen Sie Schritt 1 bis 5. Je größer die Form ist, desto dicker muss die Schokoladenhohlkugel sein.
Schaben Sie die Schokoladenreste von der Oberseite der Form und stellen Sie die Form mindestens zwanzig Minuten in den Kühlschrank. Bei großen Formen: Stellen Sie sie mit der offenen Seite nach oben in den Kühlschrank. Das ist für das Abführen der Wärme sehr wichtig.
Nach dem Abkühlen: Klopfen Sie mit der Rückseite des Spachtels vorsichtig auf die Ränder der Form und nehmen Sie die Figur aus der Form.
Legen Sie eine Hälfte kurz mit der offenen Seite nach unten auf die warme Marmor- oder Edelstahlplatte und kleben Sie sie sofort auf die andere Hälfte. Drücken Sie sie gleichmäßig zusammen und halten Sie sie einige Sekunden gedrückt.
Entfernen Sie die geformten Figuren nur mit Handschuhen aus den Formen, um Fingerabdrücke auf der Schokolade zu vermeiden. Stellen Sie die Formen idealerweise auf eine saubere Oberfläche, um das Anziehen von Staub oder Schokoladenbrösel zu vermeiden. Die Schokoladenformen und Figuren sind immer für kurze Zeit elektrostatisch aufgeladen und ziehen leicht unerwünschten Staub oder Brösel an.
* Für
kleine und mittelgroße Formen:
Alle Basis-Viskositätsarten (
)
sind dafür ideal geeignet. Sie haben die ideale Viskosität für eine
gleichmäßige Schokoladenschicht mit der perfekten Dicke für den
Guss.
Beachten Sie bitte: Bei mittelgroßen Hohlfiguren wird empfohlen,
dass Sie die Schritte 1 bis 4 wiederholen, um die nötige Dicke
für die Schokoladenhohlkugel zu bekommen, weil man leicht zu viel
Schokolade in der Form verliert.
* Für große Formen:
Dafür verwenden Sie am besten Schokolade mit einem geringeren
Kakaobuttergehalt und niedrigerer Viskosität. Mit einem einzigen
Guss hinterlässt diese eine dickere Schokoladenschicht in der
Form. Beim Abkühlen schrumpft die Schokoladenhohlkugel. Und gerade
dieser Schrumpf ist kritisch: Die Hohlkugel muss dafür die
notwendige Mindestdicke haben. Dies bestimmt die Festigkeit
der Hohlkugel und gewährleistet, dass die Schokoladenfigur
problemlos aus der Form gelöst werden kann.
Viskositäten vom Typ C oder D (
)
sind besonders geeignet für diese Anwendungen, da
sie um 3% bis 4% weniger Kakaobutter
enthalten.