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900 - 1500

In der Epoche 900 v.Chr. sehen wir den Beginn des Rückgangs der Maya-Kultur, die um 1300 fast vollständig verschwunden ist. Nur die Yucatan-Region in Mexiko bleibt bis zum 14. und 15. Jahrhundert ein letztes Zeugnis dieser reichen Kultur des einstmals glorreichen Königreichs. Sie basierte vollständig auf der alten Maya-Kultur und ihren Gebräuchen: Kakao spielte noch immer eine wichtige Rolle, nicht nur als Zahlungsmittel. Eigentlich zahlten die verbleibenden Maya-Städte ihre Steuern noch immer in Kakaobohnen an die Maya-Dynastie. Nachdem jedoch die Maya-Kultur vollständig verschwunden war, wurde Kakao beliebter.

Nach den Tolteken, gründeten um 1300 die Azteken ihre ersten Gemeinden in Mexiko. Sie erklärten sich selbst zu den Nachfahren der Tolteken und mit cleverer Politik gelang es ihnen ein riesiges Territorium zu erobern, welches einen großen Teil des früheren Maya-Territoriums einnahm. Die alten Tolteken-Gebräuche und deren Religion spielte eine wichtige Rolle in der Kultur der Azteken. Die Azteken verehrten erneut den Toltekenkönig Quetzalcoatl, was eine neue Verbindung zwischen Azteken und Kakao schuf.

Quetzalcoatl

Quetzalcoatl – der sagenumwobene alte Toltekenkönig und Gott – war teilweise Mensch, Schlange und Vogel. Er hatte ein langes, häßliches Gesicht und farbenfrohe Federn. Nach der Legende bekam Quetzalcoatl den Kakao als Gabe der Götter. Es war seine Aufgabe, den Menschen den Kakao aus dem Paradies bringen und ihnen zeigen, wie sie verschiedene Ernten anbauen könnten.

Quetzalcoatl erfüllte seine Aufgabe gut. Sein Königreich Tula basierte auf den Fähigkeiten seiner Einwohner: sie schmolzen und verarbeiteten Silber und kostbare grüne Edelsteine und dankten ihre Fähigkeiten dem göttlichen Pulvers Quetzalcoatls. Die Toltekenkultur erblühte und erlebte großen Wohlstand, den man an seinen Häusern, seinem Silber, seinen grünen Edelsteinen, den weißen Muscheln ablesen konnte und seinem fruchtbaren Boden, der reiche Ernten an Mais, Baumwolle und ... Kakao lieferte.

 
Das Blatt wendete sich, als drei Zauberer Gerüchte und Lügen im Paradies von Tula verbreiteten. Einer von ihnen, Titlacauan, bot Quetzalcoatl ein besonderes Getränk an. Er meinte, es würde ihm ewige Jugend schenken und ihn wieder ins Paradies führen. Es stellte sich als giftig heraus:  Quetzalcoatl wurde geisteskrank. Er brannte alle Häuser und Kakaobäume in Tula nieder. Danach verschwand er auf einem Floss auf dem Meer und wurde niemals wieder gesehen. Zum Glück wurden nicht alle Kakaobäume verbrannt. Die Kultivierung des Kakaos konnte weiter gehen.

Die Azteken glaubten, dass der von ihnen verehrte König und Gott Quetzalcoatl nach Mexiko zurückkehren würde: geheilt und mit klarem Geist. Eigentlich waren sie überzeugt, dass Quetzalcoatl im Jahr 1519 an exakt derselben Stelle auftauchen würde, an der er verschwunden war.
Kakaoschote 1250-1521 Tasse 1400

Irdene Kakaoschale der Aztekenkultur, Mexiko
1250-1521 n. Chr.

Mit Kakaobohnen gefülltes Gefäß
1400 n. Chr.

 
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